Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2013
Vertrauen, verändern, genießen
Margot Käßmann über die Zukunft der Christen
Der Inhalt:

Ab morgen ist alles anders

von Birgit-Sara Fabianek vom 11.12.2013
Was tun, wenn man sich im eigenen Leben nicht mehr zu Hause fühlt? Wenn man merkt, man möchte einen neuen Weg einschlagen, doch noch ist nicht klar, wohin die Reise eigentlich gehen soll? Vom Leidensdruck und der Sehnsucht nach Veränderung
Umzug, Berufswechsel, neue Partnerschaft: Veränderungen bestimmen unser Leben. (Foto: photocase/kallejipp)
Umzug, Berufswechsel, neue Partnerschaft: Veränderungen bestimmen unser Leben. (Foto: photocase/kallejipp)

Manche Veränderungen kommen plötzlich. Als Pia B. überraschend übers Losverfahren einen Studienplatz für Psychologie bekommt, hat das Semester schon angefangen. Damit hat sie nicht mehr gerechnet. Und sich längst auf ein anderes Jahr eingerichtet, als Praktikantin auf einem Demeter-Hof. Gestern noch hat sie Maronen und Walnüsse geerntet. Jetzt steht die Neunzehnjährige auf dem Bahnsteig, Rucksack auf dem Rücken, auf dem Weg nach Marburg. Ohne Wohnung, ohne Ahnung, was sie erwartet. Sie weiß nur: Ich muss los! Abschiedsschmerz und Neugier, beides bewegt sie. Das Leben ist ein Abenteuer.

Andere Veränderungen beginnen schleichend. Mit Unzufriedenheit und Zweifeln an dem, was bisher selbstverständlich war. Die Gartenplanerin Uli Hager aus Aachen legte jahrelang Gartenteiche an und entwarf Gärten und Vorgärten. Doch mit Mitte vierzig meldete sich bei ihr immer vernehmlicher die Frage, ob diese Arbeit wirklich das war, wofür sie brannte. Sie erinnerte sich, dass sie als Kind ihre Zeit am liebsten mit Blumenpflücken verbrachte. Dass ihre Liebe zu Blumen sogar der Grund für ihre Berufswahl gewesen war. Eigentlich möchte ich viel lieber mit meinen Händen in der Erde wühlen, alte Blumensorten züchten, an ihnen riechen und daraus etwas Schönes zaubern, träumt sie. Statt die meiste Zeit am Schreibtisch zu sitzen, Pläne zu zeichnen und mit Kunden und Handwerkern zu telefonieren. In ihr gärt es.

Es gibt auch erzwungene Veränderungen, die drücken und wehtun wie Hühneraugen. Marc Dupont (Name geändert) hat in den vergangenen zwei Jahren dreimal unfreiwillig Schreibtisch und Chef gewechselt, weil die Firma, in der er arbeitet, ständig umstrukturiert: Erst saß der IT-Systemkaufmann in der Marketing-Abteilung, dann ha

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Kommentare
Der Kommentierungszeitraum für diesen Artikel ist abgelaufen, daher können Sie ihn leider nicht mehr kommentieren.