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Pablo Neruda darf nicht sterben

Wurde der chilenische Literatur-Nobelpreisträger vor vierzig Jahren ermordet? Noch immer sucht sein Chauffeur nach der Wahrheit. Und mit ihm suchen Millionen Chilenen Gerechtigkeit für die Opfer der Pinochet-Diktatur
von Frederico Füllgraf vom 06.12.2013
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Chile, im Dezember 2013: Ein denkwürdiges Jahr nähert sich seinem Ende. Vierzig Jahre nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 hat das Land der Zehntausenden Opfer der blutigen Militärdiktatur Augusto Pinochets gedacht. Endlich hat die Justiz eine Massenanklage gegen die bisher straflosen Drahtzieher des Überfalls auf die demokratische Regierung Salvador Allendes eingeleitet. Dazu kommt die mögliche Wiederwahl der Ärztin Michelle Bachelet zur Staatspräsidentin Chiles. Sie will in ihrer zweiten Amtsperiode (sie regierte bereits von 2006 bis 2009) auch die neoliberalen Relikte der Diktatur Pinochets überwinden: mit unentgeltlichen Universitäten, einem gerechteren Rentensystem und mit Entschädigungen für die Mapuche-Indianer, die unter dem Diktator ihres Mutterlandes beraubt wurden.

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