Pablo Neruda darf nicht sterben
Chile, im Dezember 2013: Ein denkwürdiges Jahr nähert sich seinem Ende. Vierzig Jahre nach dem Militärputsch vom 11. September 1973 hat das Land der Zehntausenden Opfer der blutigen Militärdiktatur Augusto Pinochets gedacht. Endlich hat die Justiz eine Massenanklage gegen die bisher straflosen Drahtzieher des Überfalls auf die demokratische Regierung Salvador Allendes eingeleitet. Dazu kommt die mögliche Wiederwahl der Ärztin Michelle Bachelet zur Staatspräsidentin Chiles. Sie will in ihrer zweiten Amtsperiode (sie regierte bereits von 2006 bis 2009) auch die neoliberalen Relikte der Diktatur Pinochets überwinden: mit unentgeltlichen Universitäten, einem gerechteren Rentensystem und mit Entschädigungen für die Mapuche-Indianer, die unter dem Diktator ihres Mutterlandes beraubt wurden.
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Frederico Füllgraf ist als Sohn deutscher Einwanderer in Brasilien aufgewachsen. Er lebt und arbeitet als Autor und Filmemacher in Chile.
