Weinbau
Ideen eines Winzers in der Krise
Von der Terrasse seines Weinguts hat Karsten Keune fast all seine Weinberge im Blick. Den Hang hinab erstrecken sich die Rebenreihen, im Tal liegt das Dörfchen Rheinbreitbach, von dort aus sind es nur wenige Kilometer nach Bonn. Wer genau hinschaut, erkennt von hier oben aus den Rhein, dessen Pegel sich noch nicht vom Sommer erholt hat. Seinen roten Trauben gibt der Winzer noch ein bisschen Zeit: Der Altweibersommer bringt die letzten wichtigen Sonnenstunden. Die Rebstöcke sind in dichte weiße Netze gepackt, zum Schutz gegen hungrige Wespen, Vögel, Waschbären. Die weißen Trauben hat er schon gelesen: vor allem Riesling und Weißburgunder, der Most liegt jetzt in Tanks und gärt.
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