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»Christusfest war nicht vermittelbar«

vom 13.10.2017
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Scharfe Kritik an der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) übt der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann. Die anfängliche Idee, Kirche und Zivilgesellschaft im Jahr 2017 einander wieder mehr anzunähern, sei bei den Feierlichkeiten zum Reformationsjahr untergegangen. »Die Grundausrichtung des Reformationsjubiläums auf ein Christusfest, das 500 Jahre nach der Spaltung die heutige Ökumene zwischen Protestanten und Katholiken betonen sollte«, sei eine Entscheidung an der Realität vorbei gewesen. Um diese theologische Ausrichtung zu verstehen, müsse man ja einer Kirche tief verbunden sein, was bei den meisten Deutschen – selbst wenn sie Kirchenmitglieder seien – nicht vorauszusetzen wäre. Das Christusfest sei »für den normalen Bürger nicht vermittelbar« gewesen. Zimmermann, evangelischer Christ und Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO), ist überzeugt, dass »die Menschen mit viel lebensnäheren Themen« hätten angesprochen werden müssen. Um diese in Aktivitäten umzusetzen, hätte die Kirche »ihre Türen mehr für Akteure der Zivilgesellschaft öffnen müssen«. Die Kulturverbände seien enttäuscht.

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