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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2013
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft
Der letzte Brief

Mutter aller Studien

von Andrea Teupke vom 30.08.2013
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Wann und wie gelingt lernen? Um diese Frage zu beantworten, hat der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie über 800 Meta-Analysen ausgewertet. Für 138 Faktoren hat er gesammelt und untersucht, ob sie – statistisch gesehen – für den Lernerfolg relevant sind. Diese XXL-Studie, an der er 15 Jahre lang gearbeitet hat, gilt als Meilenstein der empirischen Bildungsforschung. Unter dem Titel »Lernen sichtbar machen« liegen die Ergebnisse seiner Untersuchung nun auch in deutscher Sprache vor. Wichtigste Aussage der Hattie-Studie: Auf den Lehrer kommt es an; die Qualität des Unterrichts hat anscheinend den größten messbaren Einfluss auf die Lernerfolge der Schüler. Dagegen scheinen strukturelle Merkmale wie etwa die Klassengröße erstaunlicherweise unwichtig. Die Studie wird heftig diskutiert: Während sich die Befürworter eines lehrerzentrierten Unterrichts nun ebenso bestätigt sehen wie die Anhänger des gegliederten Schulsystems, wenden Kritiker ein, Hattie habe lediglich das anglo-amerikanische Schulsystem berücksichtigt, das sich vom deutschen doch stark unterscheide. Zudem habe er lediglich Fortschritte im Fachwissen bewertet. Andere Bildungsziele kämen in der Studie dagegen nicht vor.

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