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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2015
Der Inhalt:

Unterhaltung statt Information

vom 07.08.2015
Studie: Schlechtes Zeugnis für dritte Programme von WDR und MDR
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Viele Wiederholungen, wenig Information und immer mehr »Human Touch«: Die Otto Brenner Stiftung hat den dritten Fernsehprogrammen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Der Studie zufolge nimmt Information in den dritten Fernsehprogrammen der ARD deutlich weniger Raum ein, als von den Sendern angegeben. Die Berichterstattung über Boulevard-Themen habe dagegen ein Ausmaß erreicht wie bei den Privatsendern, heißt es in der Studie der gewerkschaftsnahen Stiftung. Für die Erhebung untersuchte ein Team um den Medienforscher Joachim Trebbe Programmstruktur und Themenauswahl des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Der von den Sendern häufig angegebene Anteil von bis zu siebzig Prozent Information lasse sich für Erstsendungen im Untersuchungszeitraum nicht nachweisen, heißt es. »Selbst wenn man Ratgebersendungen berücksichtigt, liegt er beim WDR nur bei rund fünfzig Prozent, der MDR kommt auf 37 Prozent«, sagt Trebbe. Beide Programme könnten »ihren Sendebetrieb nur durch hohe Wiederholungsraten aufrechterhalten«. Deren Anteil am Gesamtprogramm liege bei rund einem Drittel. Die Studie, so das Fazit, erhärte die Zweifel, dass die Dritten ihrem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag in vollem Umfang gerecht würden. WDR und MDR wollen sich gegen die Ergebnisse der Studie wehren.

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