Die Angst der Afrikaner in Moskau
Der neunjährige Wadim weiß zwar nicht, wer Wladimir Putin ist. Doch er kann mir besser als seine Eltern deutlich machen, wie man hier in Moskau über Migranten denkt. »Weißt du«, erklärt er mir ganz aufgeregt, als ich ihm ein Vanille-Eis kaufe, »bei uns in der Schule ist Krieg. Da sind die anderen, die wollen uns alles wegnehmen. Aber wir haben uns zusammengeschlossen, treffen uns und überlegen, was wir machen, damit die uns nicht alles wegnehmen.« »Die anderen«, das zeigt sich im Laufe des Gesprächs, sind die Kinder von Tschetschenen, Usbeken, Kasachen. Alle, die keine klare weiße Hautfarbe haben und oft Muslime sind.
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