Das unsichtbare Gift
Eine Lastenrikscha bahnt sich ihren Weg durch den dichten Verkehr. Auf der Ladefläche befinden sich sechs Wasserfilter. Eine überlebenswichtige Lieferung: Denn jeder dritte Bengale trinkt Tag für Tag Wasser, das mit Arsen verseucht ist. Das giftige Metall riecht nicht, schmeckt nicht und hat keine Farbe. Es gelangt über das Trinkwasser und die kärglichen Speisen unbemerkt in den Körper. Die Filter können das verhindern. Am Bestimmungsort wird die Rikscha deshalb schon ungeduldig erwartet. Frauen und Kinder singen und klatschen, als sie ankommt. Umringt von glücklichen Menschen werden die Filter abgeladen, aufgebaut und sofort gefüllt. Jeder möchte das arsenfreie Wasser probieren, das sich in einem dünnen Strahl aus den Filtern ergießt.
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Der Verein Lichtbrücke kämpft zusammen mit einer Partnerorganisation vor Ort gegen die Arsenvergiftungen. Sozialarbeiter klären über die Gefährdung durch das giftige Metall auf, und mit finanzieller Unterstützung aus Deutschland werden Wasserfilter installiert. Ein Filter für Familien kostet 30 Euro, einer für Schulen 43 Euro.Kontakt: Lichtbrücke e. V., Leppestr. 48, 51766 Engelskirchen, Telefon: 02263/2103, www.lichtbruecke.com
