Wie vom Blitz getroffen
Der Apostel Paulus gilt vielen als Begründer des Christentums. Zunächst hatte er diese in seinen Augen gefährliche Jesusbewegung mit großem Eifer verfolgt. Dann aber muss es in seinem Leben ein einschneidendes Ereignis gegeben haben: Er wandelte sich zu einem glühenden Anhänger dieser Bewegung, ja wurde zu einem der Ersten, die über die Bedeutung Jesu von Nazareth systematisch-theologisch nachdachten. Doch was war da vor Damaskus geschehen? Das fragt der katholische Religionspädagoge Hubertus Halbfas. Hat Gott, gewissermaßen von außen, eingegriffen und dem verbohrten Mann die Augen geöffnet, wie die Apostelgeschichte berichtet? Nein, sagt der Theologe und wirft vielen seiner Kolleginnen und Kollegen vor, das »Damaskus-Erlebnis« noch immer auf wenig zeitgemäße Weise zu erklären.
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