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Kreuzigungen und »Spaßtage«

Wie die Organisation »Islamischer Staat im Irak und in Syrien« (Isis) regiert
von Mona Sarkis vom 27.06.2014
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Wie der islamische Staat auszusehen hat, demonstriert Isis in der syrischen Stadt Raqqa, aus der die Organisation seit dem Frühjahr 2013 alle anderen bewaffneten Gruppierungen verdrängt hat – sowie Tausende von Binnenflüchtlingen und zahlreiche Einwohner, darunter viele Christen. Für die Verbliebenen verschönern die Kämpfer die Straßen. Andererseits kreuzigen sie ihre Widersacher auf Marktplätzen. Einerseits lancieren sie Kampagnen zur Impfung gegen Kinderlähmung. Anderseits zwingt Isis Lastwagen mit Hilfsgütern zur Umkehr – kommen diese doch aus einem von der Freien Syrischen Armee und somit von Ungläubigen kontrollierten Gebiet. Einerseits legen sie neue Stromleitungen. Andererseits foltern sie kritisch denkende Friedensaktivisten mit Elektroschocks. Einerseits verwöhnen sie Kinderscharen an sogenannten »Spaßtagen« mit Eiscreme. Andererseits organisieren sie öffentliche Auspeitschungen von Ladenbesitzern, die ihre Geschäfte während der Gebetszeiten geöffnet lassen.

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