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Jesus, der Tänzer

Der Hinduismus inspiriert dazu, mit dem Mann aus Nazareth Freiheit, Freude und Harmonie zu verbinden
von Hartmut Meesmann vom 27.06.2014
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Der indische Jesuit Michael Amaladoss möchte, wie er schreibt, einen »eigenen Beitrag dazu leisten, im heutigen asiatischen Kontext Jesusbilder zu entdecken«. So nennt der Leiter des Instituts für den Dialog der Kulturen und Religionen in Chennai Jesus von Nazareth unter anderem einen »Avatar«, also eine körperliche Manifestation Gottes – ein Bild, das im Hinduismus gebräuchlich ist. Er wolle keine neuen Glaubensdogmen formulieren, sagt der 78-jährige Ordensmann über seine theologische Arbeit. Er meine aber, dass Dogmen nicht alles über Jesus aussagen können, »wenn sie seine Bedeutung für sich selbst und für andere in verschiedenen kulturellen und religiösen Kontexten erklären wollen«. Bilder ergänzten ein Dogma auf einer anderen Ebene und brächten eine neue Perspektive ein, die Jesus heute bedeutsam machen könnte. Die vatikanische Glaubenskongregation allerdings wirft dem Jesuiten Irrtümer vor und hat ihn aufgefordert, einzelne Thesen zurückzunehmen; auch wurde ihm ein Vortrag in New York verboten. In seinem Buch »Jesus neu sehen« stellt Amaladoss eine Reihe von Bildern für Jesus vor, zum Beispiel das vom »tanzenden Jesus«.

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