Wer schön sein will, muss arbeiten
Wie eine Folterkammer sieht es gar nicht aus: Von außen ähnelt das Barbie Dreamhouse am Berliner Alexanderplatz einem in rosa Bonbonpapier eingewickelten Baucontainer. Drinnen, in dem lebensgroßen und begehbaren Nachbau von Barbies Puppenvilla, dreht sich hingegen alles ums Kochen, Shoppen und Umkleiden – also um jenes weibliche Rollenmuster, das die Feministin Naomi Wolf in Anlehnung an ein mittelalterliches Marterinstrument einmal als »Eiserne Jungfrau« bezeichnet hat: An kleinen pinkfarbenen Kochstationen dürfen die Besucherinnen es der frisch frisierten Barbie gleichtun und zuckersüße Törtchen zubereiten. Alles soll perfekt sein für den Göttergatten Ken, der sich in den Gemächern als Handwerker betätigt oder sein Auto poliert.
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