Spiegel des Versagens
Steigende Benzinpreise sorgen in Deutschland regelmäßig für Aufregung. Beschäftigte beklagen hohe Fahrtkosten zur Arbeit, Unternehmen ärgern sich über steigende Transportpreise, Politiker übertreffen sich mit populistischen Forderungen nach geringeren Verbrauchssteuern und einer höheren Pendlerpauschale. Medien schimpfen auf Großkonzerne und Spekulanten. Klar: Aus Sicht derer, die höhere Benzinpreise kaum bezahlen können, ist die Aufregung verständlich. Aber sie ist auch das Spiegelbild des Versagens der deutschen Politik und Gesellschaft, sich auf das Ende einer Welt mit billigem Öl einzustellen.
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Hohe Spritpreise fördern AlternativenHohe Spritpreise bringen viele Menschen zum Nachdenken. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa verzeichneten die Anbieter von Mitfahrgelegenheiten ein Plus von bis zu 25 Prozent seit Dezember. Laut Statistischem Bundesamt gab es 2011 mit 10,9 Milliarden so viele Fahrten wie nie zuvor bei Bussen und Bahnen. Jeder Bürger ist damit im vergangenen Jahr im Schnitt 134 Mal mit Bussen und Bahnen unterwegs gewesen. Wegen der Rekordstände an den Zapfsäulen gaben zwei Drittel der Autofahrer in einer Umfrage an, auf einen möglichst Sprit sparenden Fahrstil zu achten.
