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Krieg in der Ukraine
Eine Illusion ist zerplatzt, die Hoffnung muss bleiben

Der Traum von dauerhaftem Frieden in Europa ist schon lange widerlegt worden. Doch allzu viele klammerten sich daran. Nun sterben die Menschen und die Freiheit in der Ukraine – auch für uns. Persönliche Gedanken von Ludwig Greven.
vom 28.02.2022
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Zeiten der Entspannung: Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (rechts), der damalige russische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow (Mitte) und der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (links) unterhalten sich im Juli 1990 im Kaukasus über die deutsche Einheit. (Foto: dpa)
Zeiten der Entspannung: Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (rechts), der damalige russische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow (Mitte) und der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (links) unterhalten sich im Juli 1990 im Kaukasus über die deutsche Einheit. (Foto: dpa)

Am frühen Morgen nach Beginn dieses vielleicht Dritten Weltkriegs fahre ich zum Pfarrer der ukrainisch-katholischen Gemeinde bei mir in der Nähe, hier in Hamburg. Er steht weinend und völlig schockiert mit seiner eineinhalbjährigen Tochter vor dem Haus. Wir umarmen uns. Er zeigt mir auf dem Smartphone Bilder und Videos von Bombeneinschlägen, auch bei seiner Heimatstadt Lwiw nahe der Grenze zu Polen, weit im Westen der Ukraine. Von fliehenden Menschen. Von angreifenden russischen Kampfjets, zerstörten Wohnhäusern, Kliniken, Schulen, brennenden Autos. Und von Leichen, während hier in Hamburg die Sonne scheint, Vögel zwitschern, Menschen zur Arbeit eilen.

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