So einer wie Max
So einen Lehrer wie Max Heckel hätte der 17-jährige Max Schneller aus Bad Dürrenberg – nach eigenem Bekunden – gerne gehabt. Der Bundesfreiwillige in Diensten der »Partnerschaft für Demokratie – Weltoffener Saalekreis« beteiligt sich schon als Kind bei der Landtagswahl 2021 an Anti-AfD-Protesten. In seiner Realschule bekommt der Teenager kaum Unterstützung. Im Rahmen der letzten Europawahl organisiert der Schüler eine »U-18-Wahlkampagne«. Ohne Gültigkeit, aber als eine Art Stimmungsbarometer. Das Ergebnis: 47 Prozent der Schülerinnen und Schüler seiner Schule, sagt er, hätten der AfD ihre Stimme gegeben. Max Schneller ist empört: Die Schule will das Ergebnis nicht veröffentlichen, obwohl sie an dem Programm »Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage« beteiligt ist. »Denen war nur der Ruf der Schule wichtig«, sagt er. Der wäre nicht nur durch das Wahlergebnis ramponiert gewesen. Max Schneller berichtet auch von »Sieg-Heil-Rufen« auf den Gängen der Schule. Max Schneller veröffentlicht das Wahlergebnis dennoch – und hält danach ein Jahr »die Füße still«, damit er seinen Abschluss machen kann.
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