Die Waldmenschen
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Alice Nyamihanda wurde im Wald geboren, wenige Jahre bevor ihr Volk vertrieben wurde. Plötzlich mussten die Batwa sesshaft werden, obwohl ihnen die Landwirtschaft genauso fremd war wie das städtische Leben. Trotzdem ist es Alice gelungen, als erste Frau ihres Volkes in Uganda einen Universitätsabschluss zu machen.
Es gibt Nachrichten, die von der Weltpresse ignoriert werden. Die Vertreibung der ugandischen Waldmenschen ist so eine ignorierte Nachricht. Es gibt Völker, die von der Menschheit vergessen werden. Die Batwa sind so ein vergessenes Volk. »Meine Mama hat mir erzählt, wo ich zur Welt gekommen bin«, sagt die siebenundzwanzigjährige Alice Nyamihanda. »Das war auf dem Weg. Deshalb heiße ich Nyamihanda. Übersetzt bedeutet das: Eine, die auf dem Weg geboren wurde.«
Die ersten Bewohner
von Ostafrika
Anthropologen halten die Batwa für die ersten menschlichen Bewohner Ostafrikas. Die Batwa selbst sehen sich als Menschen des Waldes. Heute leben sie in den drei Ländern Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. In Uganda führten die meisten von ihnen noch vor dreißig Jahren ein ähnliches Leben wie ihre Vorfahren vor über tausend Jahren. Sie waren Sammler und Jäger im Wald, weitgehend ohne Kontakt zu anderen Völkern. Doch dann wurden sie von der ugandischen Armee aus dem Wald vertrieben, weil dort zwei Nationalparks eingerichtet wurden, in denen heute einige Gorillafamilien ungestört leben können. Seither sind die ugandischen Batwa auf Unterstützung angewiesen. Doch außerhalb des Waldes treffen sie immer wieder auf Ablehnung und Diskriminierung.




