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Die schweigende Medizin

Wenn Empathie und Wärme verloren gehen
von Armin Rohrwick vom 28.05.2015
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Siebzig Prozent der Deutschen sterben in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Trotzdem wird das Thema Sterben in der ärztlichen und pflegerischen Ausbildung vernachlässigt, das Sterben gilt nach wie vor als ein Betriebsunfall der Medizin, so Karl H. Beine, Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Marien-Hospital in Hamm. Die Bewertung von Sterbeprozessen durch unsere Gesellschaft ist nichts anderes als die Arroganz der Gesunden, die unfähig sind, sich in solche Sterbeprozesse einzufühlen. Die stärkende und beglückende Erfahrung, die der Umgang mit sterbenden Menschen auch mit sich bringen kann, fällt völlig unter den Tisch. Eine Kultur des Sterbens ist in unseren hochindustrialisierten Gesellschaften stark in den Hintergrund getreten. Stattdessen zeichnet sich ein gesellschaftlicher Mental

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