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Rühr mich nicht an!

vom 18.12.2020
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Online-Ausstellung. Der Begriff des »Social Distancing« ist neu, die Idee dahinter nicht. Wie auf diesem Gemälde von 1850 zu sehen ist, galten Abstandsregeln in der Vergangenheit nicht ausschließlich der Vorbeugung von Krankheiten. Neben der Gesundheit ging es bei der Einhaltung von Distanzregeln oft vor allem um Macht. Eine Online-Ausstellung der Deutschen Nationalbibliothek geht aus aktuellem Anlass der Kulturgeschichte des Distanzhaltens nach. So regelte etwa das Hofzeremoniell, wer den Herrschenden wie nahe kommen durfte. Auch in der Bibel gibt es Social Distancing: Als Maria Magdalena Jesus nach der Auferstehung umarmen will, weist er sie mit dem Satz »Noli me tangere – Rühr mich nicht an« zurück. Einen ausgiebigen kulturgeschichtlichen Rückblick bietet die Ausstellung nicht, dafür eine Menge Anregungen zur eigenständigen Recherche.

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