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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2016
Warum ich (nicht) bete
Der Inhalt:

»Als meine Schwester starb«

von der Leyen vom 16.12.2016
PFplus

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Die ersten prägenden religiösen Erfahrungen habe ich als Kind in der Geborgenheit meines Elternhauses erleben dürfen. Dort wurde regelmäßig gemeinsam gebetet, gesungen und die christlichen Festtage wurden gefeiert. Die Geborgenheit durch Gott während des Betens zu spüren hat mich durch mein Leben begleitet, in guten wie auch in schweren Tagen. Als meine kleine Schwester mit elf Jahren starb, haben wir an ihrem Bett Totenwache gehalten mit Kerzen und Gebeten. Ich war damals dreizehn. Diese Nacht mit meiner Familie half mir, das Unfassbare zu akzeptieren, keine Angst mehr zu haben und im Gespräch mit Gott Halt zu finden. Deswegen ist es mir sehr wichtig, das Beten in meiner Familie weiterzugeben. Eine besondere Form des Gebets ist die Musik; oder mit den Worten Augustinus’ gesprochen: »Wer singt, betet doppelt!« Nie bin ich Gott näher als beim Singen. Dann vergesse ich den ganzen Alltag um mich herum und komme zur Ruhe. Ein Gebet, das mich immer wieder aufs Neue berührt und mir viel Kraft gibt, ist das Tischgebet in unserer Familie: »Lass uns danken für unser Brot; lass uns helfen dem, der in Not; lass uns schaffen, die Kraft gibst du; lass uns lieben, Herr, hilf dazu.« Für mich ist es tröstlich zu wissen – tiefer als in die Hand Gottes kann ich nicht fallen. Ich glaube fest daran, dass es etwas Höheres gibt als unser menschliches Leben, dass Gott uns Geborgenheit gibt und Zuversicht für die Zukunft.

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