Tod, mit drei Buchstaben
von
Susanne Stiefel
vom 17.12.2010
Als Kind befürchtete ich, jeder Mensch habe nur eine begrenzte Anzahl von Wörtern, die er im Leben verwenden kann. Ich war deshalb immer sparsam beim Reden, geradezu wortkarg. Ich wollte meinen Vorrat nicht so schnell aufbrauchen, damit ich nicht plötzlich stumm dastehe. Nun hat mir die Krankheit, die mir seit vier Jahren Stück für Stück mein Leben raubt, ausgerechnet die Sprache genommen. Ist das nicht brüllend komisch?
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Datum der Erstveröffentlichung: 17.12.2010

Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0