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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2009
Die neue Kälte
Die Solidarität mit den Armen steht auf dem Spiel
Der Inhalt:

»Wer hat das Kind in die Klappe gelegt?«

von Eva-Maria Lerch vom 18.12.2009
Verfehlen Babyklappen ihren Zweck? Fragen an Familientherapeutin Irmela Wiemann
PFplus

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Frau Wiemann, der Deutsche Ethikrat hat empfohlen, die Babyklappen abzuschaffen. Was halten Sie von dieser Empfehlung?

Irmela Wiemann: Ich finde die Empfehlung des Ethikrates richtig. Denn Kinder, die in einer Babyklappe abgelegt wurden, leiden häufig ein Leben lang unter ihrer ungeklärten Herkunft. Und auch Mütter, die ihr Kind in einer akuten Krise in die Klappe bringen, können nicht überblicken, wie sehr sie später unter dieser Entscheidung leiden. Niemand hilft ihnen in ihrer schweren Lebenssituation. Außerdem weiß ja keiner, wer das Baby überhaupt in die Klappe gelegt hat. Möglicherweise geschah das Ganze gegen den Willen der Mutter. Das kann zum Beispiel bei Frauen passieren, die als Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution illegal hier leben. Die Babyklappe kan