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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2009
Die neue Kälte
Die Solidarität mit den Armen steht auf dem Spiel
Der Inhalt:

»Ich schweige und warte«

von Eva-Maria Lerch vom 18.12.2009
Das Telefon auf stumm stellen und die Flimmerhärchen ausfahren: Dichten heißt Demut haben vor den Worten. Fragen an die Schriftstellerin Ulla Hahn
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Frau Hahn, Sie haben Ihr Leben lang mit Leidenschaft gelesen, gedichtet und geschrieben. In Ihrem Elternhaus aber gab es nicht einmal Bücher. Sind Sie in die falsche Familie hineingeboren?

Ulla Hahn: Ich hatte oft ein Gefühl von Fremdheit. Das war aber nicht nur schwierig für mich, sondern auch für meine Eltern. Die hatten ein Kind, mit dem sie nichts anfangen konnten, das nicht in ihre Welt passen wollte, sich wehrte, hinausdrängte. Meinen ersten Roman wollte ich deswegen eine Zeit lang »Kuckuckskind« nennen.

Das ist der Roman über das Leben der kleinen Hilla im rheinischen Katholizismus der Nachkriegszeit. Das Mädchen wächst in Armut und geistiger Enge auf, erfährt körperliche Gewalt. Ein Leben in Küche, Kirche und Fabrik scheint unentrinnbar.