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Weihnachtenzur Welt bringen

von Ina Praetorius vom 15.12.2000
Das Leben ist gut, bevor wir es gut machen: Jesu Geburt ist ein Grund zum Feiern - und Marias Sohn muss nicht schon in der Heiligen Nacht am Kreuz hängen
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Einmal kannte ich einen jungen Mann, der wollte partout nicht Weihnachten feiern. Obwohl er weder von besonders frommen noch von traditionsverhafteten Leuten umgeben war, erntete er mit seiner Verweigerungshaltung vor allem liebevollen Spott: Wir schenkten ihm ganz besonders viel und deckten ihn mehr als andere mit Zimtsternen, Kerzlein und goldenen Engelchen ein.

In unseren westlichen Gesellschaften ist es kaum möglich, Weihnachten zu ignorieren. Wie ein Sturm oder ein Nebel oder ein stabiles Hoch, jedenfalls wie ein Naturereignis, dem sich niemand entziehen kann, kommt das Fest alljährlich über uns. Ähnlich naturgesetzlich werden kritische Geister spätestens Ende November von der rituellen Klage über den »Kommerz« erfasst: Profitinteressen hätten sich das Weihnachtsfest angeeignet, sagt man. Und so werde sein »Sinn« unter