»Denn sieht ett nich mehr aus wie im Krankenhaus«
Ich kann keine Arbeitsplätze schaffen, aber ich kann mit künstlerischen Mitteln etwas tun«, sagt Miriam Kilali. Die zierliche, dunkelhaarige Frau begutachtet kritisch den nackten Flur im Haus Schöneweide, einem Männerwohnheim im Berliner Südosten. Kilali hat hier Großes vor. In den nächsten Monaten will sie das Gebäude in einen Palast verwandeln. Goldbordüren, bordeauxrote Läufer, elegante Luxustapeten, schöne Bilder, neues Mobiliar und ein Prunklüster im Entree - die 21 Männer, die hier wohnen, leben bald im »schönsten Obdachlosenheim der Welt«.
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