Und wo ist Gott im Heiligen Land?
Jerusalem. Wo ist Gott im Nahen Osten? Wo ist er im Konflikt? Christ sein im Heiligen Land - es war noch nie einfach. Und derzeit scheint es noch eine Stufe mühsamer zu werden. Zunehmende Arbeitslosigkeit von mittlerweile weit über 70 Prozent der Palästinenser, fortgesetzter Mauerbau, immer wieder Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und damit auch der Religionsausübung. Dazu kommt für Jerusalemer Christen wie Muslime - beide gehören dem palästinensischen Volk an - die Raumnot: Baugenehmigungen werden entweder gar nicht oder nur gegen astronomisch hohe Summen von den israelischen Behörden erteilt. Da blättert einer leicht einmal 20 000 Dollar hin, um auf seinem eigenen Grundstück anbauen oder aufstocken zu dürfen. Das alles klingt nach ständiger Karwoche für die Christen. Ob es ihnen schwerer fallen mag, an die Auferstehung zu glauben, als einem Christen in Köln, Rom oder Birmingham? »Nein, im Gegenteil«, sagt der anglikanische Pfarrer Naim Ateek. »Die Auferstehung hat mehr Bedeutung für uns. Menschen, deren ganzes Leben Karfreitag ist, wissen, dass Ostern, dass die Auferstehung kommt. Unser Glaube sagt, dass das Leben und die Gerechtigkeit Gottes das letzte Wort haben.«
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