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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2015
Der Inhalt:

Schönheitszeichen

vom 20.11.2015

Die 94-jährige Fatma Badredine ist Berberin und lebt im Auresgebirge in Algerien. Mit 13 Jahren wurde sie im Gesicht tätowiert, weil es Mode war und als schön galt. Alle Mädchen wurden damals tätowiert, sagt sie: Je mehr Tattoos eine Frau hatte, desto mehr wurde sie von den einheimischen Männern geschätzt. Als der islamische Einfluss wuchs, bekamen die muslimischen Schönheiten von einst zu hören, dass ihre Tattoos eine Sünde seien. Um Sühne zu leisten, verschenkten viele ihren wertvollen Silberschmuck, andere ließen sich die Tätowierungen wieder entfernen. Auch Fatma Badredine wollte das, doch ihr Arzt meinte, sie sei zu alt dafür. Nun fürchtet sie, von Gott bestraft zu werden. Heute ist die Praxis der Gesichtstätowierung in Algerien verschwunden.

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