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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2014
Bildung statt Bologna!
Was die europäische Studienreform angerichtet hat
Der Inhalt:

Nachhaltig leben an der Elbe

von Bettina Röder vom 21.11.2014
Das Wohn- und Kulturprojekt Vitopia in Magdeburg sucht Unterstützer für Café

Der Deich mit dem Blick auf die Elbe, das ist einer der liebsten Orte von Joris Spindler. Gemeinsam mit sechs weiteren Mitstreitern hat er sich dort einen Traum erfüllt: auf dem gut 2000 Quadratmeter großen grünen Gelände an der Elbe in Magdeburg-Herrenkrug haben die jungen Familien die alte Parkgärtnerei saniert und in ein alternatives ökologisches Wohn- und Kulturzentrum verwandelt: die Vitopia Genossenschaft Magdeburg.

Sieben Erwachsene und sieben Kinder leben dort. Die Gründer wollen mit anderen Menschen nachhaltiges Leben teilen und sich und andere zu diesem Thema weiterbilden. »Vitopia« ist eine Wortschöpfung, die sich aus »vita« (Leben) und »utopia« zusammensetzt, aber auch an »topos«, den konkreten Ort, denken lässt. Regelmäßig lädt Vitopia zu Wohnzimmer-und Parkkonzerten ein, veranstaltet Sommerfeste und Flohmärkte. Das Eine-Welt-Café im Pavillon auf dem Gelände ist gerade im Entstehen. Dort sollen bald biologische, regionale und fair gehandelte Produkte angeboten werden. Noch sucht die Genossenschaft Unterstützer, die sich an der Finanzierung der Einrichtungsgegenstände beteiligen. Von 15 000 Euro, die benötigt werden, seien auf der Crowdfunding-Plattform der Volksbank Magdeburg schon knapp 10 000 Euro zusammengekommen, berichtet Joris Spindler.

Kennengelernt haben sich die Gründerinnen und Gründer von Vitopia bei der ökologischen Einkaufsgemeinschaft von Magdeburg – einem Verein, über den ökologische Lebensmittel bezogen werden können. »Das war schon mal eine gute Voraussetzung für unsere gemeinsame Idee«, ist Spindler überzeugt. Die Gruppe fuhr gemeinsam zu Projekten, wo all das schon funktioniert: Nach Kassel etwa, in die Villa Locomuna, oder ins sachsen-anhaltische Ökodorf Sieben Linden. 2010 erwarben sie von der Stadt die schon vier Jahre leerstehende Parkgärtnerei. Bei der Ausschreibung hatte ihr Konzept überzeugt. Sie sanierten das Haus, verputzten es mit Lehm, dämmten mit Schilfrohr und verwendeten nur natürlich hergestellte Farben.

Fünfzig Mitglieder hat die Genossenschaft inzwischen. Vieles nutzen sie gemeinschaftlich. Sei es das Fahrrad oder das Auto. Regelmäßig werden Tauschbörsen veranstaltet. Sie pflegen gemeinsam den Park, zahlen in eine gemeinsame Kasse ein. »Unsere Rendite ist die Kultur«, sagt Spindler. Die Musiker in den jungen Gründerfamilien v

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