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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2012
Leben gegen die Angst
Die Gesellschaft ist gelähmt. Doch die Kirchen nutzen ihre Kraft nicht
Der Inhalt:

Der vergessene Katakombenpakt

von Norbert Copray vom 23.11.2012
Heute kämpft Roms Kirche nicht mehr für, sondern gegen Arme

Es hat etwas Geheimnisvolles, was am 16. November 1965 vor den Toren Roms geschieht: Vierzig Bischöfe – Teilnehmer des Zweiten Vatikanischen Konzils – steigen in die Domitilla-Katakomben hinab und unterzeichnen einen Pakt. Sie wollen arm leben und für die Rechte der Armen streiten. Hunderte Bischöfe schließen sich an. In 13 Thesen geloben sie, eine arme, machtlose, prophetische Kirche zu verwirklichen, die die »Option für die Armen« lebt. Die Auseinandersetzung zwischen der Befreiungskirche und der reaktionären Kirche des Vatikans wird erstmals weltöffentlich.

Den Mitgliedern des Katakombenpakts steht damals ein langer Kampf mit den diktatorischen Regimes Südamerikas bevor, vor allem auch mit der eigenen Kirchenführung. Als Joseph Kardinal Ratzinger Papst Benedikt XVI. wird, tragen die reaktionären Kräfte den Sieg in der Kirche davon. N

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