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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2018
Der Mord und der Westen
Der Fall Saudi-Arabien: Handel, Macht und Menschenrechte
Der Inhalt:

Sehnsucht nach dem offenen Islam

von Leyla Jagiella vom 09.11.2018
In der letzten Ausgabe schrieb Muhammad Sameer Murtaza, warum er das Etikett des liberalen Islam ablehnt. Jetzt antwortet Leyla Jagiella: Warum es wichtig ist, für liberale islamische Diskurse einzutreten

Ich bin eine liberale Muslimin. So nennt man mich zumindest. Ich bin aktives Mitglied des Liberal-Islamischen Bundes e. V. (LIB), habe diesen immer wieder bei Vorträgen und Workshops vertreten und war kurzzeitig zweite Vorsitzende, bis ich das Amt aufgrund einer Erkrankung aufgeben musste. Ich bin, zumindest in einschlägigen Kreisen, recht bekannt als muslimische trans*-Aktivistin (trans* ist eine verkürzte Schreibweise, die transgender, transidentisch, transvestitisch und transsexuell einschließt, Anm. d. Red.) und setze mich auch international mit anderen Aktivistinnen für einen liberalen, feministischen Islam ein, der auch sexuelle Minderheiten nicht ausgrenzt.

Da ich vermutlich ziemlich perfekt das Profil einer »liberalen« Muslimin erfü