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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2014
Heilende Tinte
Wie Schreiben befreit
Der Inhalt:

Liebes Tagebuch!

vom 07.11.2014

Ein Tagebuch kann man auf sehr verschiedene Weise führen. Diente es früher eher dazu, persönliche Erlebnisse chronologisch festzuhalten, versteht man es heute als kreatives Verfahren zur Selbsterforschung und persönlichen Orientierung.

Zeit-Tagebuch
Man notiert zeitgeschichtliche Ereignisse aus Kultur, Gesellschaft und Politik und versieht sie mit persönlichen Eindrücken und Kommentaren. So kann ein eindrucksvolles Dokument entstehen, das zeigt, wie ein Mensch in seiner Zeit lebt und selbst in seiner Zeit gestaltend wirkt.

Journal
Ein Journal ist so etwas wie eine Materialsammlung von Ideen, Beobachtungen, Erkenntnissen und Fragen zum Lebensalltag. Viele Schreibende nutzen die Form des Journals auch, um ihre Ziele zu formulieren und die Entwicklung dahin zu dokumentieren.

Glücks-Tagebuch
Möglichst jeden Abend schreibt man drei Momente oder Ereignisse auf, die man als positiv oder sogar beglückend erlebt hat. Am nächsten Morgen startet man damit in den Tag.

Traum-Tagebuch
Möglichst direkt nach dem Aufwachen schreibt man seine Träume in dieses Buch. Im Laufe der Zeit kann man wiederkehrende Bilder und Entwicklungen erkennen und erahnen, wann bestimmte Traumbilder auftauchen, wofür sie stehen und wie sie sich verändern.

Dankbarkeits-Tagebuch
Man erstellt eine fortlaufende Liste von Menschen, Ereignissen oder Konflikten und stellt dabei immer die Frage: Welche Erfahrung, welche Entwicklung verdanke ich ihnen? Ein Muster für dieses Tagebuch schuf der römische Kaiser Marc Aurel,
der gegen Ende seines Lebens alle Menschen, die für ihn bedeutsam gewesen waren, aufschrieb. Er nannte sowohl diejenigen, die ihm wohlgesonnen, als auch jene,
die ihm feindlich erschienen waren, und fragte
sich, welche Erfahrung er ihnen verdankte.

Schwangerschafts- oder Baby-Tagebuch
Wenn ein Kind in das eigene Leben tritt, ist das ein ganz besonderer Lebensabschnitt. Wer

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