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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2013
Die Kraft der Stille
Der Inhalt:

Familien in Deutschland

vom 08.11.2013

Zu: »Gehätschelt und doch betrogen?« (19/13)

Sie glauben nicht, wie erleichtert ich bin über das Interview mit Jürgen Borchert. Endlich hat sich Publik-Forum dazu entschlossen, die Wahrheit über die Pervertierung unseres Abgabensystems mittels Abzocke von Familien zu veröffentlichen. Heerscharen von Eltern, die sich für ihre Kinder jahrzehntelang krummlegten und bis heute immer noch krummlegen, nur um ihnen einen Start in diese Gesellschaft zu ermöglichen, warten bis heute auf Rehabilitation in Form von gerechter Alterssicherung. Wie kann es sein, dass eine Mutter 35 Kinder großziehen müsste, um auf eine Rente von tausend Euro zu kommen? Wie kann es sein, dass ein Paar mit zwei Kindern und 30 000 Euro Jahreseinkommen mit 3500 Euro unter seinem Existenzminimum landet? Ist das nicht eine Aufforderung, auf Kinder zu verzichten, zumal die Alterssicherung von Singles per Umlage von den Kindern anderer Leute erwirtschaftet wird? Warum schweigen Bischöfe, Caritas und Diakonie zu dieser himmelschreienden deutschen Ungerechtigkeit? Über Geburtenschwund brauchen wir Deutschen uns nicht mehr zu beklagen. Wir haben ihn sehenden Auges selbst verursacht.

Bärbel Fischer, Leutkirch

Vielen Dank für den Augen öffnenden Beitrag von Jürgen Borchert. Zum Thema der »unsäglichen Umverteilung von unten nach oben« sei eine kurze Anmerkung erlaubt: Die fünfhundert reichsten Deutschen verfügen über deutlich mehr als 500 Milliarden Euro Vermögen, also tausend Millionen im Durchschnitt. Die großen Vermögen steigen jährlich um mehr als fünf Prozent. Die Vermögenserträge resultieren aus der Finanzierung von Investitionen. Die Finanzierungskosten und Renditen sind in den Preisen der Waren und Dienstleistungen einkalkuliert. Sie sollen nach vorsichtigen Schätzungen im Durchschnitt vierzig Prozent der Preise ausmachen. Das Geld arbeitet eben nicht, sondern es sind immer Menschen. Die vermögenslosen Normalverbraucher zahlen den Vermögenszuwachs der Reichen. Gegenüber der Umverteilung von unten nach oben sind die gesamten Sozialausgaben nur Peanuts.

Alfons Föhrenbach, Emmendingen

So gut der Beitrag ist, zum Schluss vertut sich auch Herr Borchert. Richtig ist, dass »das Wählergewicht von Familien« bei 25 Prozent liegt, das macht Familien aber noch la

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