Katholische Kamellen

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Viele Leute gehen heute lieber ins Einkaufszentrum als in die Kirche. Sie erbauen sich nicht an festlichen Hochämtern, sondern an Daily Soaps. Dem Himmel begegnen sie nicht mehr im Gebet, sondern eher bei Last-Minute-Flügen. Dass die christliche Welt nicht mehr ist, was sie mal war, haben auch die 262 katholischen Bischöfe erkannt, die sich im Oktober zur größten Weltbischofssynode der Geschichte versammelt hatten. Das Thema der dreiwöchigen Konferenz im Vatikan hieß »Neuevangelisierung«. Es ging um die Frage, wie das Evangelium – diese revolutionäre Nachricht von einem liebenden Gott, von Mitgefühl und sozialer Verantwortung – wieder zu den Menschen in den westlichen Industriestaaten durchdringen kann.
Das ist ein drängendes Problem, nicht bloß für die Kirchen. Trotz allen Konsums leid
Die WeltBischofssynodePapst Benedikt XVI. hat vom 7. bis 28. Oktober 262 Bischöfe aus aller Welt und 140 Berater zur Synode nach Rom eingeladen. Die Kirchenführer berieten über die Not des Glaubensverlustes und die Hoffnung auf eine Neuevangelisierung. Die Synode hat keine Beschlusskraft, sondern nur beratende Funktion für den Papst. Nur zehn der eingeladenen Berater waren Frauen. Die Erste von ihnen durfte außerdem erst am zehnten Tag vor der Vollversammlung sprechen. In das Schlussdokument, das die Synodalen an die Gläubigen der Welt richteten, gingen 58 Vorschläge der Bischöfe ein.
