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Sozialprotokoll
Mädchen für alles

Grazia Kurega* (53) ist Verkäuferin bei Toys’R’Us und setzt sich als Betriebsrätin für bessere Arbeitsbedingungen ein
von Esther Lehnardt vom 23.10.2015
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Seit fast 25 Jahren arbeite ich bei Toys’R’Us. Angefangen habe ich als Aushilfe. Die Arbeit hat mir Spaß gemacht. Obwohl ich keine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau habe, bekam ich nach zwei Jahren eine Festanstellung. Doch seitdem sind die Arbeitsbedingungen beim Spielzeug-Discounter Toys’R’Us immer schlechter geworden – für mich, besonders aber für die Kollegen, die neu eingestellt wurden. Denn sie bekommen nur noch Teilzeitverträge. Das ist ein Problem, denn mit 8,70 Euro pro Stunde werden wir nur knapp über dem Mindestlohn bezahlt. Viele haben zwei Jobs, um Miete zu zahlen, Essen und auch mal neue Kleidung kaufen zu können. Auch auf mich als Vollzeitkraft hat die Teilzeitarbeit meiner Kollegen Auswirkungen. Sie müssen sich das so vorstellen: Der eine Kollege geht um 13 Uhr, und die Kollegin kommt erst um 15 Uhr. In den zwei Stunden, die dadurch unbesetzt sind, muss ich deren Arbeit zusätzlich übernehmen.

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