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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2014
Wie mich mein Glaube trägt
Von Menschen, die Gott suchen
Der Inhalt:

Fairer Handel ist kein Fremdwort

von Barbara Tambour vom 24.10.2014
Wie das Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken Fairtrade-Schule wurde

Als der gelbe Bananen-Bus vor dem Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken vorfährt, erwarten ihn die Schüler der Fairtrade-AG schon. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Annemarie Schmitt haben sie diese Aktion geplant. Während das Team des Banana-Trucks fair gehandelte Bananen zum Probieren anbietet und über den fairen Handel informiert, verkaufen die Schüler Bananenkuchen und -milchshakes. Am meisten Spaß macht es den Gymnasiasten, sich die gelben Bananenkostüme überzuziehen, die der Banana-Truck mitgebracht hat.

Fairtrade ist im Gymnasium am Rotenbühl schon lange kein Fremdwort mehr. Als vierte Schule bundesweit hat es Anfang 2013 die Auszeichnung Fairtrade-School erhalten. »Wir haben schon viele Projekte zu Fairtrade gemacht«, berichtet Julius Groß, Schüler der achten Klasse. Vor Ostern organisierte die AG einen Oster-Fairtrade-Markt, auf dem sie Süßigkeiten und kleine Geschenke verkaufte. Bei einem Afrika-Abend im vergangenen November mit Trommelworkshop, afrikanischen Künstlern und afrikanischem Essen sammelte sie Spenden für ein Gesundheitsprojekt in Afrika.

Schulen, die die Auszeichnung erhalten wollen, müssen fünf Kriterien erfüllen: Als Erstes muss an der Schule ein Fairtrade-Team gegründet werden, dem Lehrer, Schüler und Eltern angehören. Dieses Team erstellt dann einen sogenannten Kompass, der darstellt, wie der Fairtrade-Gedanke an der Schule umgesetzt werden soll. Wenn an der Schule zudem der gerechte Welthandel im Unterricht behandelt wird, mindestens eine Schulaktion dazu stattfindet und Produkte aus fairem Handel in der Schule verkauft und verzehrt werden, kann sie den Titel Fairtrade-School erhalten. Verliehen wird er vom Verein TransFair.

Mitmachen können alle Schulen – von der Grundschule bis zum Berufskolleg. Mittlerweile tragen 87 Schulen in Deutschland diesen Titel.

Bei den Schülern komme der Fairtrade-Gedanke gut an, sagt Annemarie Schmitt. »Ich habe noch keine Klasse erlebt, die sich nicht dafür interessiert«, berichtet die Musik- und Englischlehrerin. Behandelt sie das Thema im Unterricht, lädt sie oft Gäste ein, die über Entwicklungszusammenarbeit oder Fairtrade informieren. »Das macht mehr Spaß als Unterricht aus dem Lehrbuch.« Schüler Julius nickt zustimmend.

Unter den Lehrern, in der Schulleitung und bei Schülern

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