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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2012
Hoffen und Widerstehen
Konziliare Versammlung: Reformchristen suchen einen neuen Aufbruch
Der Inhalt:

Tradition oder Trauma?

Zu: »Ich bin verwundbar« (18/12)

Vielen Dank für den sehr guten Artikel zum heiklen Thema Beschneidung. Diese fraulich-einfühlsame Sicht ist wohltuend und hilfreich, weil sie nachdenklich macht und um Verständnis wirbt.

Pater Miguel Fritz (omi), I-Rom

Noch nie habe ich einem Artikel in Publik-Forum so voll und ganz zustimmen können wie diesem, bis hinein in die Ausdrucksweise und Formulierung der Gedanken. Und das Beste ist für mich die Erkenntnis der Parallelität zwischen der Beschneidung und der Taufe als der Kontaktherstellung mit Gott, die freilich noch nichts bewirkt ohne die Zustimmung des Kindes, aber »der Anfang einer lebenslangen Reifung« sein kann. Die Gedanken dieser Pfarrerin scheinen mir ein sehr guter Beitrag zu sein zu der großen Auseinandersetzung um die Beschneidung, ganz besonders ihr großes Verständnis für das heutige Judentum.

Gudrun Siess, München

Ich bin entsetzt. Die Autorin legitimiert Beschneidungen an Neugeborenen, weil sie meint, unsere Seele müsse lernen, mit Schmerz umzugehen. Ich kann in dem Artikel keine Zeile des Mitgefühls mit den Kindern finden. Ich sehe nur Mitgefühl mit den Eltern. Wobei mir das Bild der jüdischen Mutter, die es nicht aushält, ihr wenige Tage altes Baby diesem Schmerz auszusetzen, am Anfang des Artikels schon ans Herz gegangen ist. Das wirft bei mir die Frage auf, ob diese Mütter hier vielleicht von ihrer Religionsgemeinschaft dazu genötigt werden, dies zu erdulden. Brauchen dann die jüdischen Mütter die »Zwangsmaßnahmen des Staates«, Beschneidungen zu verhindern, wirklich nicht? Der Pfarrer