Schulterschluss mit dem freien Markt
Für die Diakonie als Lebens- und Wesensäußerung der evangelischen Kirche öffnet sich 1993 die »Büchse der Pandora«, jene Büchse, in der nach der griechischen Mythologie alle Übel dieser Welt eingeschlossen sind. Denn es setzt innerhalb der Diakonie eine Entwicklung ein, die aus heutiger Sicht die Abkehr von der sozialen Marktwirtschaft und die Hinwendung zum Sozialmarkt darstellt. In einer Broschüre des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche von Westfalen wird diese Entwicklung zugespitzt so beschrieben: »Aus der Diakonie im Sozialstaat ist die Diakonie im Sozialmarkt geworden.« Vergleichbare Prozesse finden auch in der Caritas, der Arbeiterwohlfahrt und im Paritätischen Wohlfahrtsverband statt.
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Hans Udo Schneider, geboren 1946, ist evangelischer Pfarrer, Sozialethiker und Psychotherapeut. Lange Jahre war er in der westfälischen Kirche als Industrie- und Sozialpfarrer tätig.
