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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2016
»Schaut doch mal rein in die Bibel!«
Bodo Ramelow über Christsein und Kapitalismus
Der Inhalt:

Suchet den Frieden und jaget ihm nach

Gewaltfreiheit muss wie Demokratie immer wieder neu errungen werden. Doch es geht! Vier Erfahrungsberichte

Mazedonien

Dass Land auf dem Balkan zeigt, wie eine Gewalteskalation bei Wahlen verhindert werden kann. Denn in Mazedonien konnte nach dem Bürgerkrieg im Jahr 2001 – der mit dem Friedensabkommen von Ohrid beendet wurde – bis heute ein erneutes Aufflammen des Krieges verhindert werden. Vor allem im Vorfeld lokaler und nationaler Wahlen droht immer wieder eine Eskalation des Konflikts.

Im Vorfeld der Lokalwahlen in Mazedonien im März 2013 fürchteten viele eine Zuspitzung ethnischer Zwistigkeiten in multiethnischen Gemeinden, also in jenen Städten und Dörfern mit Einwohnern sowohl mazedonischer als auch albanischer Nationalität. Das forumZFD bildete über achtzig Wahlbeobachter aus ganz Mazedonien als Mediatoren und Mediatorinnen aus, um die Bemühungen um Gewaltprävention zu unterstützen. Als es kurz vor der Wahl in der Gemeinde Kicevo zu Schlägereien zwischen albanischen und mazedonischen Schülern kam, konnte die Situation durch einen gemeinsamen Appell für interethnischen Frieden und die Intervention der Mediatoren vor Ort deeskaliert werden. Dank des weitgehend gewaltfreien Verlaufs der Wahlen ist ein erster Schritt hin zur Verbesserung der interethnischen Kooperation in Kicevo erreicht.

Philippinen

Eine Journalistenreise kann einen Waffenstillstand erzwingen: Inge Sauren, Friedensfachkraft des forumZFD in Mindanao, erinnert sich an einen Besuch in einem Flüchtlingslager in Datu Piang im Mai 2009. »Auf einem Gebiet kaum größer als vier Fußballfelder lebten dicht gedrängt 27.000 Menschen, die vor den Kämpfen zwischen der Regierung und islamistischen Rebellen geflohen waren. Viele waren traumatisiert, nachts hörten sie Schüsse und Explosionen von den Kämpfen in der Umgebung.« In dieser Situation organisierten lokale Friedensorganisationen sowie Journalistinnen und Journalisten aus Mindanao mit Friedensfachkräften des forumZFD und weiterer Träger des Friedensdienstes eine Reise zur Erkundung der Lage. 52 Journalistinnen und Journalisten aus Mindanao und der Hauptstadt Manila reisten am 29. Juni 2009 in die Konfliktregion.

Als die Armee den Journalistenkonvoi auf dem Weg in das Konfliktgebiet für mehr als zwei Stunden festhielt, führte dies für die Regierung zu einem Kommunikationsdesaster. Auf der ganzen Welt erschienen kritische Berichte da

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