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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2014
Revolutionäre, wo seid ihr geblieben?
Der Herbst 1989 und sein Erbe
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 10.10.2014

Jüngstes Gericht?

Zu: »Gerechtigkeit für die Opfer« (17/14,
Seite 26-30)

Ein wertvolles Gespräch. Das Schweigen Gottes zu all dem, was auf unserem Planeten geschieht, schreit förmlich nach Gerechtigkeit über den Tod hinaus. Was mich wundert, ist, diese Antworten mit einer Allmacht Gottes zu verbinden. Das Wort Allmacht kommt in der Bibel nicht vor. Es widerspricht dieser zitierten unendlichen Liebe und forciert die Frage nach der Theodizee. Die aus der Schöpfungsgeschichte konstatierte Allmacht führt in eine religiöse Irre. Nur ein liebender Gott in uns und im »Jüngsten Gericht«, wie Professor Fuchs ja auch hofft, macht es möglich, uns selbst und das Geschehen um uns herum anzugehen und zu ertragen. Horst Baubkus, Bahretal

Die Aussagen von Ottmar Fuchs geben eindrucksvoll Zeugnis davon, dass es – jenseits der Unbegreiflichkeit Gottes – dennoch Hoffnung für die Menschen auf eine ewige Gerechtigkeit und Liebe gibt – auf eine »gute Transzendenz«. Ein sehr wichtiges Interview! Ida Raming, Internationale Priesterinnenbewegung RCWP, Stuttgart

Fuchs greift die Metapher von einem »Jüngsten Gericht« auf, wo die Übeltäter – angesichts der übergroßen Liebe Gottes – schmerzvolle Reue empfinden würden. Nur – wie die Opfer Wiedergutmachung erlangen, darauf weiß auch Fuchs keine Antwort. Karl Rahner stellte die Frage, »ob nicht in der katholischen und zunächst so altmodisch anmutenden Vorstellung von einem ›Zwischenzustand‹ ein Ansatz gegeben sein könnte, um besser und positiv mit der in den östlichen Kulturen so verbreiteten und da als selbstverständlich betrachteten Lehre von einer ›Seelenwanderung‹, ›Reinkarnation‹, zurechtzukommen«. Da kann man Rahner nur zustimmen: Die Vorstellung von wiederholten Erdenleben bewahrt nicht nur die freie Entscheidung des Menschen, sie bietet auch die Chance für einen realen Täter-Opfer-Ausgleich. Manfred Petri, Krefeld

Danke für das Gespräch mit Ottmar Fuchs. Allerdings bedrängt mich das Leben der Zu-kurz-Gekommenen mehr als die Schuld derer, die anderen Leid zufügen: Ich las, dass Säuglin

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