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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2014
Revolutionäre, wo seid ihr geblieben?
Der Herbst 1989 und sein Erbe
Der Inhalt:

Ein Dorf wird wachgeküsst

von Gesa Wicke vom 10.10.2014
Als Siedler im wilden Osten: Vor fast zwanzig Jahren zogen Öko-Pioniere in die vorpommersche Provinz. Und machten ernst mit den blühenden Landschaften
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Die Straße, die nach Klein Jasedow führt, ist alt und holprig. Eigentlich ist es fast nur ein Feldweg, der sich Kilometer um Kilometer durch die einsame Landschaft schlängelt. Obst- und Kastanienbäume säumen den Straßenrand, und unter dem weiten Himmel liegen die Felder, nichts als Felder. Sogar das Navi hat Probleme, den kleinen Ort zu finden, irgendwo zwischen Anklam und Wolgast, im nordöstlichen Zipfel Vorpommerns. Und als man die Hoffnung schon aufgeben will, jemals in Klein Jasedow anzukommen, liegt es plötzlich da: eine Handvoll alter Bauernhäuser, viel Grün und sonst nichts. Einen »Ort der Geborgenheit« nennt Johannes Heimrath das Dorf, »einen Ort, der dich mit Freude erfüllt«.

Das war nicht immer so. Nach der Wende zogen die Menschen scharenweise fort von hier. Armut und Arbeitslosigkeit