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Eine Einrichtung öffentlichen Rechts?

von Lutz Lemhöfer vom 06.10.2000
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Günther Pape
Die Zeugen Jehovas ?
ich klage an
Bilanz einer Tyrannei. Pattloch. 304 Seiten. 24,90 DM

Die Zeugen Jehovas sind verstärkt in die Diskussion gekommen, nicht zuletzt durch die öffentlichkeitswirksame Präsentation ihrer Verfolgungsgeschichte in der NS-Zeit. Im Kontrast zu solchen um Sympathie werbenden Selbstdarstellungen zeichnet der ehemalige Zeuge Jehovas und heutige Kritiker Günther Pape das Bild einer nach innen autoritären, nach außen militanten Sekte. Gegenüber früheren Darstellungen (auch von Pape selbst) ist das in der Sache nicht neu. Neu hingegen sind die reichlich zitierten und sonst schwer zugänglichen historischen Quellentexte. Diese belegen in Wort und Bild, in welch aggressiver, bisweilen unflätiger Weise die Zeugen Jehovas staatliche und kirchliche Gegner ihrer Mission über Jahrzehnte hinweg attackierten. Manche antikirchliche Karikatur der 30er und 40er Jahre ist vom Stil des Nazi-Hetzblatts »Stürmer« kaum zu unterscheiden. Verfolgte nutzen die Bildersprache der Verfolger. Im Aufweis solcher Paradoxien und mancher innerer Widersprüche liegt die Stärke dieses Buches. Ein umfassendes Porträt der Sekte ist das nicht; aber es ist geeignet, manche allzu glatte Selbst- und Fremddarstellung der Zeugen Jehovas zu korrigieren.