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Abrechnung mit 60

von Miriam Loewy vom 06.10.2000
Von Chaim und Chajas heimlichen Liebschaften, ihrer Erbsenzählerei und der Vision, ein Land für die Juden aus aller Welt aufzubauen
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Als die beiden vor vierzig Jahren heirateten, steckte Chaim Chaja einen alten Gardinenring an den Finger, während der Rabbiner die beiden zu Mann und Frau erklärte. Sie hatten damals weder Geld noch Zeit, sich in einer langen Zeremonie zu ergehen. Das Land der Juden war gerade als Staat anerkannt worden und musste nun mit allen zur Verfügung stehenden Kräften aufgebaut werden.

In der Hochzeitsnacht gaben sich die beiden das Versprechen, einander weder zu verletzen noch zu betrügen. »Dazu ist das Leben zu kurz«, sagte Chaim, und Chaja fragte: »Wenn aber doch etwas passiert und Dir ein anderes Mädchen schöne Augen macht?« »Es gibt kein schöneres Mädchen als Dich«, antwortete Chaim, der am nächsten Morgen früh auf das Feld musste, und Chaja gab sich fürs Erste zufrieden.

Aber nur fürs Erste.

Sie wollte eine Absicherung h