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Fotokunst
Elf Sekunden

vom 16.09.2025
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Der österreichische Fotograf Stefan Draschan schleicht durch Museen, um zufällige Symbiosen zwischen Menschen und Kunstwerken aufzuspüren. Meist bleiben ihm nur elf Sekunden, um eine unbeabsichtigte Übereinstimmung zu erkennen und den Auslöser zu drücken. Mit seiner Kamera kreiert er neue Bildkompositionen, wie bei Dürers »Betender Maria« in Berlin: Die Jacke des Betrachters spiegelt farblich das Gewand Mariens; der Faltenwurf ihres Ärmels setzt sich subtil in der Kapuze des Mannes fort – eine gelungene Verschmelzung, in der auch Ironie eine Rolle spielt. Draschan betont, dass allein der Zufall ihm solche Momente schenkt. Mit seiner Serie »People Matching Artworks« erlangte er vor allem in sozialen Netzwerken Bekanntheit. Inzwischen präsentieren auch Museen wie das Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen seine Werke.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 18/2025 vom 19.09.2025, Seite 2
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