Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2021
Angela Merkels schwieriges Erbe
Was die ewige Kanzlerin hinterlässt
Der Inhalt:

Leserbrief
Beamte als Problem?

vom 24.09.2021

Zu: »Kleine Rente, früher Tod« (16/21, Seite 11)

Auf die Unterzeile des oben genannten Kommentars »Ökonomen schlagen eine Erhöhung des Rentenalters auf 69 vor. Das ist unsozial« gibt es nur eine sinnvolle Antwort: Dies ist nicht unsozial, sondern unvermeidlich. Unvermeidlich ist auch der Hinweis, dass die Kommentatorin in einer undifferenzierten Art und Weise die Zielscheiben schon ausgemacht hat, nämlich diejenigen, die im Büro arbeiten und die Beamten. Das finde ich nun wieder unsozial. Deshalb möchte ich die Ökonomen des Deutschen Instituts der Wirtschaft in Schutz nehmen, die gute Lösungsvorschläge machen. So schreiben sie: Eine naheliegende Lösung könnte sein, das Renteneintrittsalter unterschiedlich für verschiedene Berufe (entsprechend der körperlichen und psychischen Beanspruchung) festzulegen. Dies wäre für mich wünschenswert, aber von der Politik nur schwer umzusetzen, weil es dafür in der »meist selbstorientierten« Bevölkerung keine Mehrheiten gäbe. Peter Münz, Karlsruhe

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 18/2021 vom 24.09.2021, Seite 58
Angela Merkels schwieriges Erbe
Angela Merkels schwieriges Erbe
Was die ewige Kanzlerin hinterlässt

Anzeige

Völlig zu Recht geißelt Eva-Maria Lerch die in bequemen Bürosesseln sitzenden Ökonomen, die dazu meist noch Beamte sind und sorgenfrei in ihre großzügig alimentierte Zukunft blicken können. Diese haben wohl völlig den Blick in die Realität verloren und offensichtlich nicht die geringste Ahnung, wie es an der realen Arbeitsfront zugeht. Da Beamte im Schnitt 5,6 Jahre länger leben als Arbeiter, sollte das Pensionsalter also mindestens bei 74 Jahren liegen. Den damit verbundenen »Beamtenaufschrei« kann ich mir gut vorstellen. Dem wäre zu entgegnen: »Was du nicht willst, das man dir tu … «. Unser Alterssicherungssystem bedarf dringend der Reform: Benötigt wird eine unbürokratische Flexibilisierung der Altersgrenze mit selbstbestimmtem Ende der aktiven Berufsphase, mit freiwilliger weniger belastender Weiterbeschäftigungsmöglichkeit als Zuverdienst zum Altersruhegeld. Ja, »Altersruhegeld« und nicht länger »Rente« oder »Pension«: Alle Arbeitnehmer und auch Selbstständige zahlen ausnahmslos in die Alterssicherung ein. Erst dann hat sie ein verlässliches Fundament, auf dessen Grundlage eine zukunftssichere Altersversorgung geplant werden kann. Roland Diehl, Hartheim am Rhein

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.