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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2018
Geld sauber anlegen
Wie es geht. Was es bringt. Worauf man achten muss
Der Inhalt:

Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!): Sehr geehrter Herr Niersberger,

vom 21.09.2018

nun, da Sie gerade den Bordcomputer Ihres neuen Geländewagens angeschaltet haben, möchte ich mich vorstellen: Ich bin der »pfiffige Max«, der sich als kleines elektronisches Helferlein in Ihrem neuen Auto befindet und Ihnen zuverlässig mitteilt, wann Ihr Auto in die Werkstatt muss. Durch eine kleine Zusatzinstallation – finanziert durch Ihre Krankenkasse – bin ich nun sogar in der Lage, Ihnen künftig auch als elektronischer Gesundheitsberater anstelle Ihres Hausarztes dienlich zu sein. Ihr Hausarzt, Herr Dr. Kaulbauch, hat mir freundlicherweise mitgeteilt, dass Sie als Kassenpatient ab sofort für die Onlinebehandlung zur Verfügung stehen.

Wir können künftig gerne über ihre Autofreisprechanlage kommunizieren. Bitte denken Sie aber auf jeden Fall daran, mir vor einer Beratung unbedingt die Nummern Ihrer Gesundheitskarte und Ihrer Scheckkarte mitzuteilen. Dann weiß ich sofort Bescheid, dass es bei Ihnen nicht um einen Ölwechsel, sondern um ein gesundheitliches Problem geht. Schildern Sie mir nach meiner Aufforderung einfach während der Autofahrt Ihre Beschwerden, und dann rate ich Ihnen zu einer Behandlung. Auch für kleinere Operationen stehe ich an Ihrer Seite – das notwendige Besteck finden Sie im Werkzeugkasten unter Ihrem Ersatzrad.

Sollten schwere Eingriffe notwendig werden, bekommen Sie einen elektronischen Roboter von mir zugewiesen. Dieser Helfer wird dann in einem Blaumann auf dem Bildschirm Ihres Bordcomputers erscheinen und Ihnen die nächste Autowerkstatt oder die nächst Raststätte mitteilen. Dort findet die Behandlung statt. Er kann dort auch zügig Operationen wie die Entnahme eines Blinddarms durchführen.

Kostengünstiger wäre es übrigens, wenn der Roboter anschließend gleich den Kundendienst an Ihrem Auto mit erledigen könnte. Das erspart Ihnen die doppelte Anfahrt. Sie können übrigens absolut sicher sein, was die Hygiene angeht. Der Roboter wäscht sich garantiert die Hände, bevor er an Ihr Auto geht.

Genauso mobil und flexibel arbeiten auch andere elektronische Teams. So gibt es für Zahnoperationen ein elektronisches Spezialteam, das auch gut mit Rohrzangen bei Wasserrohrbrüchen umgehen kann. Die können Sie bequem zu Hause behandeln. Sie brauchen also wegen solcher gesundheitlichen Bagatellen keinen Arzt und kein Krankenhaus mehr zu behelligen.

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