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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2017
Glauben Männer anders?
Das schillernde Verhältnis von Männern zur Religion
Der Inhalt:

Stimmen zur Bundestagswahl

vom 22.09.2017

Klaus Mertes, Jesuit und Pädagoge, 2010 maßgeblich beteiligt an der Aufdeckung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche Deutschlands, wählt aus christlicher Überzeugung »Herz-Jesu-sozialistisch«. Das könne »vom sozialpolitischen Flügel der CDU über die sozialdemokratischen bis zu nichtautoritären linken Parteien reichen«. Bei dieser Bundestagswahl, so Mertes, stehe für ihn »die Partei im Vordergrund, die eine überzeugende Antwort auf die Gerechtigkeitsfrage« habe.

Michael Wolffsohn, Historiker und Publizist, hofft »auf eine von der Union geführte Koalition«. Mit Erst- und Zweitstimme wählt er »zwei der drei früh-und-immer-noch-bundesdeutschen Parteien«. Über das Wählen hinaus, so appelliert er, solle sich »jeder in den ihm wichtigen Bereichen einbringen, denn Demokratie, also Volksherrschaft, geht nicht ohne Volk.«

Felix zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Biolandwirt, wird häufiger von jungen Leuten gefragt, »wen zu wählen ich ihnen rate«. Er selbst gehe danach, welche Themen ihm besonders am Herzen lägen. Dies seien »der Umgang mit den natürlichen Ressourcen, deren nachhaltige Nutzung und die Zukunftschancen der nach uns kommenden Generationen«. Vor allem denke er bei seiner Wahlentscheidung »an den Klimawandel«.

Johanna Haberer, Professorin für Christliche Publizistik in Erlangen, würde am liebsten die von ihrer Tochter mitgegründete neue Partei Demokratie in Bewegung wählen. Da diese aber in Schleswig-Holstein, wo Haberer ihre Stimme abgibt, nicht antritt, entscheidet sie sich für die CDU: »Ich werde Merkel wählen, weil unsere Kanzlerin mit ihrer Entscheidung in der Flüchtlingsfrage gezeigt hat, dass sie in ganz schwierigen Situationen ein humanes Gesicht behält. Sie hat das C in die Partei zurückgebracht.«

Friedhelm Hengsbach, Jesuit, Ökonom und Sozialethiker, gibt seine Stimme »jenen Kandidaten, die gewährleisten, dass eine Mehrheit links vom liberal-konservativen Lager regierungsfähig wird«. Er hofft auf das Ende der Großen Koalition: »Große Koalitionen und insbesondere deren Exekutive lähmen die demokratische

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