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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2013
Die Ware Frau
Soll man Prostitution verbieten?
Der Inhalt:

Streit ums Christentum

von Norbert Copray vom 27.09.2013
Beleidigt der kirchlich gelehrte Glaube den Verstand? Oder bereichert er ihn?

Hans Joas
Glaube als Option
Zukunftsmöglichkeiten des Christentums. Herder.
257 Seiten. 19,99 €

Kurt Flasch
Warum ich kein Christ bin
C. H. Beck. 280 Seiten. 19,95 €

Rita Kuczynski
Was glaubst du eigentlich?
Weltsicht ohne Religion. Ch. Links. 187 Seiten. 16,90 €

Klaus-Rüdiger Mai
Lob der Religion
Warum es nicht egal ist, was Sie und Ihr Nachbar glauben. Kreuz. 176 Seiten. 16,99 €

Reinhard Marx
glaube!
Kösel. 96 Seiten. 10 €

Gerhard Wimberger
Glauben ohne Christentum
Eine Vision. Tectum. 129 Seiten. 14,95 €

Hätte der Philosoph Kurt Flasch sein Buch »Warum ich kein Christ bin« anders geschrieben, wenn er das Buch von Hans-Martin Barth, »Konfessionslos glücklich«, über ein konfessions- und religionsloses Christentum (siehe Seite 56) gekannt hätte? Zumindest hätte er dann zur Kenntnis nehmen müssen, dass biblischen Aussagen ganz unterschiedlichen Kategorien angehören. Und er hätte sich davon befreien lassen können, den christlichen Gottesglauben streng im Sinne kirchen- und lehramtlicher Verlautbarungen zu verstehen, und so die Weite christlicher Glaubensmöglichkeiten in den Blick bekommen.

Aber so hat sich der mehrfach preisgekrönte Denker und Historiker Flasch in seiner Begründung auf die kirchlich gelehrte Version des Christentums gestützt, die er insgesamt und in vielen Details verwirft. Denn er sieht darin eine Beleidigung seines Verstandes. In der Folge habe sich – ohne kirchliche Beschädigung seiner Person – eine Distanz zum Christentum aufgebaut, in dem Maße, wie sein historisches Wissen, seine analytische Kompetenz und sein moralischer Anspruch zugenommen hätten.

Die zentrale Kritik des Philosophen: Die seit 200 Jahren praktizierte historisch-kritische Methode mit einer Fülle an Erkenntnissen zur Bibel sei in der Theologie und in der Kirche insgesamt weitgehend nicht nur folgenlos geblieben, sondern vielfach auch noch von den Füßen auf den Kopf gestellt worden, so wie es zum Beispiel der Alt-Papst Benedikt XVI. in seinen Jesus-Büchern fertiggebracht habe. Flasch argumentiert präzise, historisch zu

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