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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2013
Die Ware Frau
Soll man Prostitution verbieten?
Der Inhalt:

Der Stachel sitzt tief

von Thomas Becker vom 27.09.2013
Religion kann Menschen glücklich machen – aber auch Ängste und Schuldgefühle auslösen. Ehemalige Fundamentalisten und Sektenaussteiger berichten über ihre Erfahrungen
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Er kann sich noch genau an jenen Tag vor mehr als zehn Jahren erinnern, als er aus der katholischen Kirche austrat. Nach dem Behördengang übermannte ihn das Gefühl, endlich frei zu sein. Als er danach mit dem Auto über die Landstraße fuhr, genoss er den Blick auf die friedlich daliegende Winterlandschaft im Hunsrück. Doch dann stieg plötzlich wieder die Angst ihn ihm auf. Wenn er jetzt von der Straße abkommen sollte, wäre das nicht die gerechte Strafe Gottes?

Der Mann, der hier Markus heißen soll, möchte seinen richtigen Namen nicht nennen. Er ist 47 Jahre alt und brannte einst für seinen Glauben. Über die Jahre hat er eine ekklesiogene Neurose ausgebildet – eine Neurose, die aus religiösen Vorstellungen und kirchlicher Sozialisation herrührt. Psychologen verwenden den Begriff für Menschen, die