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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2018
Angst
In der Gesellschaft rumort es: Ein Gefühl wird politisch
Der Inhalt:

Schule gemeinsam gestalten

Diskutieren, entscheiden, handeln: Das will Marina Weisband Schülern vermitteln

Ihre kurze Politkarriere hat Marina Weisband geprägt: Von 2011 bis 2012 war sie politische Geschäftsführerin der Piratenpartei. Der Ausflug in die Politik inspirierte die heute Dreißigjährige zu ihrem Buch »Wir nennen es Politik« und legte gleichzeitig die Basis für das Projekt Aula – Schule gemeinsam gestalten, das sie 2014 ins Leben rief. Kern ist eine Online-Plattform, auf der Schüler Ideen für ihre Schule entwickeln, gemeinsam diskutieren und in einem demokratischen Prozess über Finanzierung und Ausführung des Projektes entscheiden. Das Beteiligungsprojekt wird von dem Verein Politik-digital getragen. Es erhält Zuschüsse von der Bundeszentrale für politische Bildung. Im Zuge eines solchen Projekts führten Schüler der Freiburger Pestalozzi-Realschule einen Smartphone-Tag ein. Alle Lehrer mussten einen Tag lang mit dem Smartphone unterrichten. »Bei einigen Lehrern brach fast so etwas wie Panik aus«, berichtet Weisband. Ein Sportlehrer kam auf die Idee, die Bewegungsabläufe der Schüler aufzunehmen und zu studieren. Schüler der Stadtteilschule am Hafen in Hamburg pflanzten Bäume. Andere haben in einem interaktiven Spiel demokratische Modelle erprobt.

Am Anfang des Projekts steht stets ein Vertrag. Er wird zwischen der Schülerschaft und dem Lehrerkollegium geschlossen. Darin einigen sich die Beteiligten auf einen Rahmen, in dem die Schülerinnen und Schüler im Unterricht und außerhalb aktiv werden. Zusätzlich bietet Aula den Schulen einen didaktischen Leitfaden an sowie eine Begleitung des Prozesses. Aktuell erfolgt die Evaluation der vier Pilotschulen in