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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2015
Höchste Zeit
Klimakrise: Die Politik, der Papst und die Menschheit. Worauf es jetzt ankommt
Der Inhalt:

Der lange Weg zum gerechten Schuh

Faire Produktionsbedingungen in der globalisierten Welt, geht das? Zwei Initiativen versuchen das bei Handys und Schuhen zu erreichen

Das neue Fairphone

Sie sind nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken: Smartphones. Sie schaffen aber auch große soziale und ökologische Probleme. Ein niederländisches Sozialunternehmen versucht das zu ändern und entwickelte das Fairphone. Nun ist der Vorverkauf für die zweite Generation des fairen Smartphones angelaufen. Die Idee dahinter ist simpel: immer fairere Smartphones zu bauen, um so den Weltmarkt und die Produktionsbedingungen zu verändern. Eine geniale Marketingstrategie oder eine echte Alternative zu den herkömmlichen Smartphones?

Alles begann im Mai 2013, als Bas van Abel, Industriedesigner bei der niederländischen Stiftung Waag Society, auf seiner Internetseite eine einfache Frage stellte: Wollt ihr ein fair produziertes Smart phone? Er startete eine Crowdfunding-Kampagne, um Geld für die Produktion des ersten fairen Smartphones zu sammeln, und es funktionierte. 25 000 Menschen bestellten das Fairphone. Die Herausforderungen der Produktion eines fairen Smartphones waren den Entwicklern schnell klar. »Das größte Problem war und ist, dass die Lieferketten unglaublich komplex sind. Bei der Produktion eines Smartphones sind Hunderte Partner weltweit beteiligt«, sagt Daria Koreniushkina, Sprecherin von Fairphone. »Da etwas zu verändern geht nicht über Nacht, aber wir wollen einen Anfang machen.«

Dafür soll sich das Fairphone in vier grundlegenden Dingen von anderen Smartphones unterscheiden: bei den eingesetzten Rohstoffen, den Arbeitsbedingungen bei der Herstellung, in der Lebensdauer und beim Recycling. Konfliktfreie Rohstoffe zu besorgen stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. »Man braucht über dreißig Mineralien, die aus sehr verschiedenen Teilen der Erde kommen«, sagt Kore niushkina. Zu diesen Mineralien zählen die sogenannten Seltenen Erden, die verwendet werden, um Mikrochips herzustellen. Ein großer Teil dieser Seltenen Erden wird in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut. Oft finanzieren Bürgerkriegsmilizen dadurch ihre Waffen und Ausrüstung. »Wir versuchen möglichst konfliktfreie Mineralien zu verwenden. Im ersten Fairphone sind zwei Mineralien, Zinn und Tantal, konfliktfrei«, berichtet Koreniush kina.

Auch bei den Arbeitsbedingungen in den chinesischen Herstellerbetrieben versucht Fairphone Verbesserungen durchz

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