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Hilfe für vergessene Häftlinge

von Karl-Heinz Bomberg vom 10.09.2004
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Eingesperrt zu werden ist eine drastische Maßnahme. So ist schon der Stubenarrest ein althergebrachtes Erziehungsmittel zur Bestrafung. Wenn Patienten in meine Praxis kommen und über Hafterfahrungen berichten, werde ich hellhörig. Zum einen kommt die Zeit meiner eigenen Inhaftierung in der DDR wieder ins Erinnerungsfeld, zum anderen frage ich mich, wie mein Gegenüber wohl diese Erfahrung erlebt und verarbeitet hat.

Da werden dann nicht selten Beschwerden geschildert, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Stimmungsschwankungen, die uncharakteristisch sind und sich vielen psychischen Erkrankungen zuordnen ließen. Bei genauerem Nachfragen sind manchmal nachhaltige Erinnerungsbilder zu eruieren. Die Wissenschaft hat zum Thema Psychotraumatologie in den letzten Jahren viel geforscht und dabei wichtig

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